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Berufsausbildung im
Ausland
Die Berufsausbildung außerhalb Deutschlands zu
absolvieren, erhöht die Chancen auf dem Arbeitsmarkt in
dem Land und in Deutschland.
Du kannst entweder Deine gesamte Berufsausbildung oder nur
einzelne Abschnitte Deiner Berufsausbildung im Ausland
absolvieren. Wenn Du Deine gesamte Ausbildung im Ausland
machen willst, solltest Du nicht nur die Sprache des
Gastlandes sehr gut beherrschen, sondern auch bedenken,
dass es das duale System der Berufsausbildung, wie wir es
in Deutschland vorrangig haben, in anderen Ländern nicht
unbedingt gibt. In Frankreich beispielsweise werden die
Lehrlinge zumeist außerbetrieblich ausgebildet, d.h. sie
lernen ihren Beruf in einem Berufsschulzentrum, das die
Funktion eines Ausbildungsbetriebs übernimmt. Bei der
außerbetrieblichen Berufsausbildung schnuppern die
Auszubildenden nur während einzelner Praktikumsphasen mal
ins „richtige“ Berufsleben rein. Außerdem bekommen sie
auch keine Ausbildungsvergütung. Bevor Du Dich also
entscheidest, Deine Berufsausbildung im Ausland zu machen,
solltest Du Dir genauestens informieren, wie die
Ausbildung im Ausland abläuft. Auf
www.rausvonzuhaus.de findest Du unter „Länderinfos“
nützliche Hinweise. Außerdem können Dir folgende Links
weiterhelfen:
www.ba-auslandsvermittlung.de (> Auszubildende):
Infos zur Berufsausbildung in Europa
www.trainingvillage.gr/etv/Information_resources/NationalVet:
Berufsausbildungssysteme in den EU-Mitgliedsstaaten
Für die Anerkennung
ausländischer Berufbildungsabschlüsse wende Dich an die
Industrie- und Handelskammer oder die Handwerkskammer in
Deiner Nähe.
Die Industrie- und
Handelskammer Aachen informiert unter
www.ausbildunginternational.de über ihre
internationalen Angebote in der beruflichen Aus- und
Weiterbildung. Unter anderem wird eine
deutsch-französische kaufmännische Ausbildung in Paris,
ein Intensivseminar für Auszubildende und Berufsanfänger
in kaufmännischen Berufen in London usw. angeboten.
Die deutschen
Außenhandelskammern organisieren an ihren Standorten
im Ausland berufliche Aus- und Weiterbildung. Mehr Infos
unter:
www.ahk.de/bildung/ausundweiterbildung/index.html#ausbildung
Im Rahmen des EU-Programms
Lebenslanges Lernen können im Bereich der
Berufsbildung (Leonardo da Vinci) Ausbildungsabschnitte
von Auszubildenden und Berufsschülern im europäischen
Ausland gefördert werden. Der Auslandsaufenthalt dauert
zwischen 3 Wochen und 9 Monaten. Da Privatpersonen nicht
antragsberechtigt sind, muss der Förderantrag von Deiner
Berufsschule oder Deinem Ausbildungsbetrieb gestellt
werden. Im begrenzten Umfang kannst Du an so genannten
„Pool-Projekten“ teilnehmen. Das sind offene Projekte, die
berufliche Auslandsaufenthalte für einzelne Teilnehmer
anbieten. Die freien Plätze werden ausgeschrieben und sind
bundesweit zugänglich. Weitere
Infos unter:
www.na-bibb.de > Downloadcenter, e-Mail:
leonardo-mobilitaet@bibb.de, Tel. (Infodesk)
0228 1071608.
InWEnt gGmbH
fördert mit zahlreichen Programmen den europaweiten
Austausch in der Berufsausbildung. Leider können auch in
diesem Fall viele Förderprogramme nur von Deinem
Ausbildungsbetrieb oder Deiner Berufsschule, beantragt
werden. Was Du aber tun kannst, ist, Deinen
Ausbildungsbetrieb bzw. Deine Berufsschule auf diese
Programme aufmerksam zu machen. Alle Austauschprogramme
findest Du unter
www.inwent.org > Mit InWEnt ins Ausland >
Zielgruppe Auszubildende.
Die Datenbank
AusbildungPlus
des Instituts der
deutschen Wirtschaft Köln bietet u.a. einen Überblick über
Ausbildungsangebote mit Zusatzqualifikationen. Geh auf
www.ausbildung-plus.de > Suche nach
Ausbildungsangeboten mit Zusatzqualifikationen. Im
nächsten Fenster wähle im Feld „Art der
Zusatzqualifikation“ dann den Punkt „Internationales
Austauschprogramm“. Du erhältst eine Liste von
internationalen Ausbildungsprojekten. In anerkannte
Ausbildungen vermittelt u.a. auch das
GLS Sprachenzentrum (Berlin).
Europass - Mobilität:
Mehr
Anerkennung und Transparenz
Der Europass- Mobilität ist ein Instrument der
Europäischen Union, mit dem Du europaweit Deine im Ausland
erworbenen Kompetenzen und Fertigkeiten offiziell
bescheinigen lassen kannst. Der jeweilige Arbeitgeber bzw.
die jeweilige Bildungseinrichtung im Ausland trägt genau
ein, wie lange Du im Ausland warst und was Du dort gelernt
hast. Also nicht vergessen: bevor Du in's Ausland gehst,
Deinen Arbeitgeber oder die örtliche Industrie- und
Handelskammer bzw. Handwerkskammer, für Dich den
Europass-Mobilität zu beantragen! Ausführliche Infos
zum Europass findest Du unter:
www.europass-info.de.
Berufliche Weiterbildung
im Ausland
Auf der Website der Informations- und Beratungsstelle für
berufliche Weiterbildung im Ausland
www.inwent.org/internet/infostellen/ibs/index.de.shtml
findest Du Weiterbildungsprogramme von mehr als 60
Organisationen. Unter Tel.
0228
44601-123 kannat Du Dich persönlich beraten lassen (Montag
bis Donnerstag: 9.30 bis 12 Uhr und Dienstag und
Donnerstag: 14 bis 16 Uhr).
Mit InWEnt gGmbH ins
Ausland
InWEnt, Internationale Weiterbildung und Entwicklung
gGmbH, betreut als größter deutscher Anbieter von
beruflicher Auslandsfortbildung rund 35 Programme. Wenn Du
Dich für den internationalen Markt fit machen willst und
fremde Arbeitswelten und Kulturen hautnah erleben
möchtest, findest Du auf der Website
www.inwent.org/ins_ausland/wohin/index.de.shtml ein
vielfältiges Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten in
aller Welt. Eine umfassende Übersicht über Austausch- und
Stipendienmöglichkeiten für Berufstätige bieten die
Broschüren Weiterbildung ohne Grenzen und Mit
InWEnt zur beruflichen Qualifizierung ins Ausland, die
Du kostenlos anfordern kannst.
Parlamentarisches
Patenschaftsprogramm (PPP)
Über das Parlamentarische Patenschaftsprogramm werden
Stipendien für einen Arbeitsaufenthalt in den USA an junge
Berufstätige aus kaufmännischen, technischen,
handwerklichen und landwirtschaftlichen Berufen mit
abgeschlossener Berufsausbildung vergeben. Weitere Infos
unter:
www.inwent.org/themen_reg/themen/aussenwirtschaft/pe/PPP/index.de.shtml
Erfahrungen in
der Entwicklungszusammenarbeit
Das ASA-Programm (www.asa-programm.de)
bietet jungen Berufstätigen zwischen 21 und 30 Jahren mit
abgeschlossener nicht-akademischer Berufsausbildung die
Möglichkeit eines dreimonatigen geförderten
Arbeitsaufenthalts in Afrika, Lateinamerika, Asien und
Südosteuropa.
Eine Liste mit
Adressen für Sozial- und Berufspraktika im Ausland z.B.
als Anerkennungsjahr findet ihr unter
www.entwicklungsdienst.de > Infothek > AKLHÜ
Publikationen > Berufs- und Sozialpraktika im Ausland.
Handwerker auf Wanderschaft
Die französische Gesellenvereinigung Compagnons du Devoir
unterstützt junge Handwerker
bis 22 Jahre mit
abgeschlossener Lehre, die in Frankreich auf Wanderschaft
gehen wollen. Auf ihrer „Tour de France“ lernen sie
verschiedene französische Handwerksbetriebe und
Arbeitsmethoden kennen. Weitere Infos unter:
www.lignashop.de/compagnons/info.html.
Mit dem SESAM- Programm
können junger Handwerker mit abgeschlossener
Gesellenprüfung im europäischen Ausland auf Wanderschaft
gehen. Weitere Infos unter
www.sequa.de/outer.phtml-pf=&IDT=4,405,402,.htm
Internationales
Austauschprogramm für Bäcker und Konditoren
Wer mindestens 18 Jahre alt ist und vor kurzem seine Lehre
als Bäcker oder Konditor abgeschlossen hat, kann gegen
eine geringe Gebühr am Backexchange teilnehmen. Weitere
Infos unter:
http://www.bakerexchange.org/index.cfm?lang_id=2
Weitere Links
http://europa.eu.int/ploteus/portal/home.jsp: Ploteus-Plattform
mit Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Europa
www.francoallemand.com: Infos über Möglichkeiten der
beruflichen Weiterbildung in Frankreich
http://euregio.jobfactory.ch/index.php?lang=D/&site=projekt:
In der Region Oberrhein können Auszubildende im Rahmen
ihrer Berufsausbildung das Euregio-Zertifikat erwerben.
www.bafoeg.bmbf.de/gesetze_merk06.php: Infos zur
Förderung der Ausbildung im Ausland
http://europa.eu.int/youth: Linksammlung zum Leben,
Lernen und Arbeiten in den EU-Mitgliedstaaten |