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Freitag, 17. Juni 2005 [ Gesichtet ]  []

extra reisen: Gut und sicher verreisen

 

Wer noch keine konkreten Ferienpläne hat oder einen Überblick über das riesige Angebot an Reisemöglichkeiten für Jugendliche sucht, der findet in der Ferienbörse ganz leicht unter jährlich über 100.000 Ferienangeboten von über 1.000 Veranstaltern in 60 Ländern das passende Angebot.

Im Folgenden erklärt uns der Leiter der Ferienbörse, Stephan Schiller, wie die Ferienbörse „funktioniert“ und nach welchen Merkmalen die Reiseangebote bewertet werden.

Was ist die Ferienbörse?

Die Ferienbörse bietet die größte Auswahl an Angeboten zur Jugendmobilität in Deutschland. Sie bietet dabei nicht nur Jugendreisen, sondern auch Informationen über Au-Pair, Praktika, Schulaustausch, Workcamps und vieles mehr.

Der Trägerverein der Ferienbörse, die Völkerverständigung durch Begegnung e.V., ist eine gemeinnützige Organisation und Träger der Jugendhilfe. Das bedeutet, der Verein ist nicht auf Gewinn aus, und alle Leistungen sind für junge Leute unentgeltlich. Die Ferienbörse hat nur Angebote von Veranstaltern, die festgelegte Qualitätsmerkmale erfüllen.

Was unterscheidet die Ferienbörse von einem Reisebüro?

Der wichtigste Unterschied ist: Die Ferienbörse verkauft keine Reisen sondern versucht, einen Überblick über das riesige Angebot zu geben und zu beraten. Natürlich bemühen sich die meisten Reisebüros auch um Angebote seriöser Reiseveranstalter, aber sie haben grundsätzlich nur die Veranstalter im Angebot, von denen sie Provisionen bekommen.

Dagegen bietet die Ferienbörse neben Angeboten von gewerblichen (kommerziellen) Veranstaltern auch Angebote von gemeinnützigen (nicht-kommerziellen) Veranstaltern, wie zum Beispiel von Vereinen oder Jugendgruppen.

Welche Qualitätsmerkmale müssen die Angebote haben, damit sie in die Datenbank der Ferienbörse aufgenommen werden?

  • Die Mitarbeiter/Betreuer werden für ihre Aufgabe geschult.

  • Es gibt genügend Betreuer: Je jünger die Teilnehmer der Reise sind, desto mehr Betreuer müssen zur Verfügung stehen. Bei sehr jungen Teilnehmern sollte der Betreuerschlüssel ca. 1 : 8 sein (auf 8 Teilnehmer kommt ein Betreuer), ab 16 Jahren und älter kann er ca. 1 : 15 betragen.

  • Die Altersunterschiede in einer Reisegruppe sollten nicht zu groß sein. Eine Jugendreise sollte nur für möglichst kleine Altersspannen ausgeschrieben werden, zum Beispiel für 12- bis 14-jährige oder 18- bis 20-jährige.

  • Es muss ein Programm geben und die Jugendlichen sollten die Möglichkeit zur Mitgestaltung dieses Programms haben.

  • Die Weltanschauung oder die Wertorientierung des Veranstalters muss klar erkennbar sein: Die Jugendlichen müssen wissen, ob der Veranstalter zum Beispiel bestimmte religiöse, politische, ökologische Ziele verfolgt.

  • Es findet eine Auswertung durch die Teilnehmer statt und die Ergebnisse dieser Auswertung fließen in die Planung für das nächste Jahr ein.

  • Taschengeldempfehlungen: Manche Veranstalter geben eine Taschengeldempfehlung oder ziehen einen bestimmten Betrag als Taschengeld mit ein, der dann während der Reise an die Jugendlichen ausbezahlt wird. Auf diese Weise haben alle gleich viel Geld zur Verfügung.

  • Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen müssen bekannt sein.

  • Findet die Reise nur bei einer Mindestteilnehmerzahl statt, dann muss darauf hingewiesen werden. In diesem Zusammenhang muss auch das Datum angegeben werden, bis zu dem die Reise abgesagt wird, falls die Mindestteilnehmerzahl nicht zustande kommt.

  • Die Leistungen müssen so beschrieben sein, dass sie vergleichbar sind:

    • An- und Abreise: Mit welchem Verkehrsmittel erfolgt sie? Wie viel kostet sie?

    • Unterbringung: Wie sind die Zimmer eingerichtet? Wie viele Jugendliche sind jeweils in einem Zimmer untergebracht? Gibt es Räume für die Freizeitgestaltung?

    • Verpflegung: Gibt es Halb- oder Vollpension, all inclusive?
      Werden Sonderwünsche bei der Verpflegung beachtet – zum Beispiel bei Vegetariern, Muslimen?

Wie berät die Ferienbörse?

Wir bieten verschiedene Möglichkeiten der Beratung an. Wer in der Nähe von Leipzig wohnt, kann uns in unserem Büro besuchen. Da wir aber unsere Dienste bundesweit anbieten, suchen viele selbst in unserer Internet-Datenbank nach Angeboten, die meisten wenden sich über E-Mail an uns. Je konkreter die Wünsche geäußert werden, desto besser können wir beraten. Und die Antwort-Mail geht möglichst noch am selben Tag raus. Selbstverständlich ist auch eine Beratung über Telefon möglich.

Wer Zweifel an der Seriosität eines Reiseangebots hat, kann bei der Ferienbörse nähere Infos einholen. Der Service ist kostenlos.

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